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Industrieunternehmen wappnet sich für den K-Fall

Softwarebasierte Notfallplanung als Sicherheitsnetz in der Industrie

Oetinger Aluminium probt für den Ernstfall: Angenommen, die IT-Systeme des Unternehmens fallen einem Hackerangriff zum Opfer. Was passiert dann? Es gilt, den Überblick zu behalten und so die Folgen wie Datendiebstahl, Spionage oder den Ausfall von Systemen möglichst gering zu halten – also einfach den Notfallplan zu befolgen. Die Realität ist jedoch eine andere: Wie bei knapp der Hälfte aller Industrieunternehmen in Deutschland wäre auch hier kein Notfallplan zur Hand. Ab sofort stellt sich Oetinger diese Fragen nicht mehr, denn die IT-Abteilung hat jetzt eine softwarebasierte Notfallplanung im Einsatz.

Oetinger ist ein führender Lieferant für Aluminiumgusslegierungen. Jährlich produziert und transportiert das Unternehmen rund 180.000 Tonnen Aluminiumgusslegierungen in fester und flüssiger Form. Insbesondere die Just-in-Time-Belieferung mit Flüssigmetall erfordert eine genaue Einhaltung der Termin- und Temperaturvorgaben. „Als führender Lieferant für Aluminiumgusslegierungen und Schlüssellieferant im Fahrzeugbau tragen wir eine hohe Verantwortung“, sagt Ralf Vögeli, IT-Leiter bei Oetinger Aluminium WH GmbH. „Unser Unternehmen ist ein zentraler Baustein einer funktionierenden Wertschöpfungskette, und daher sind auch andere Unternehmen auf unsere reibungslosen Arbeits- und Produktionsprozesse angewiesen.“

Jedes zweite Industrieunternehmen hat keine Notfallplanung

Aufgrund der wachsenden Digitalisierung des Industriesektors spielen auch bei Oetinger Aluminium IT-Systeme eine immer größere Rolle. Maschinen sind vernetzt, Produktionsprozesse laufen automatisiert, und geschäftskritische Daten sind On-Premises oder in der Cloud gespeichert. Die notwendigen IT-Strukturen werden immer komplexer, und damit steigt gleichzeitig die Anfälligkeit von Fehlern oder Systemausfällen. Auch die Anzahl der Cyberangriffe steigt von Jahr zu Jahr – 2016 wurden bereits 69 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland Opfer von Cyberattacken.[2] „Inzwischen häufen sich insbesondere die Meldungen über digitale Angriffe auf Industrieunternehmen. Auch wenn wir bis jetzt verschont wurden, haben wir es zum Anlass genommen, uns intensiver mit unserem IT-Notfallmanagement auseinanderzusetzen. Dabei ist uns bewusst geworden, dass wir im Ernstfall weder auf eine zweckmäßige Dokumentation noch auf eine geeignete Notfallplanung zurückgreifen konnten“, sagt Ralf Vögeli.

Wie Oetinger Aluminium ergeht es auch vielen anderen Industrieunternehmen in Deutschland, denn noch immer hat die Hälfte keine betriebliche IT-Notfallplanung zur Hand. Neben möglichen Cyberangriffen ist seit Mai auch der Datenschutz verstärkt ein Thema, das die Notwendigkeit einer IT-Notfallplanung für Oetinger ebenfalls relevant macht. Im Zuge der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind Unternehmen dazu verpflichtet, personenbezogene Daten angemessen zu schützen. Dazu müssen die Verantwortlichen natürlich genau wissen, welche Daten gespeichert werden, wie diese verarbeitet werden und wo sich die Daten befinden. Egal welcher Fall also eintritt – es könnte teuer werden und sogar den Fortbestand des Unternehmens bedrohen. Mit einer passenden Lösung können sich Industrieunternehmen auf den Ernstfall vorbereiten.

Die IT-Abteilung von Oetinger Aluminium verschaffte sich daher einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Notfallplanung und entschied sich, eine softwarebasierte Lösung einzusetzen. Auf der it-sa in Nürnberg wurde der IT-Leiter Ralf Vögeli auf die Lösung INDART Professional® von CONTECHNET aufmerksam. Um sich einen Überblick über die weiteren Anbieter zu verschaffen, erkundigte er sich im Anschluss nach Lösungen anderer Mitbewerber. „Letztendlich hat uns das Preis-Leistungs-Verhältnis und die kompetente Beratung von CONTECHNET überzeugt“, beschreibt der IT-Leiter das Auswahlverfahren.

Notfallhandbuch auf Knopfdruck

Eine softwarebasierte Notfallplanung unterstützt den Anwender nicht nur im Ernstfall, sondern auch bei der täglichen Arbeit. Obwohl Ralf Vögeli und sein Team vorher über kein Notfallhandbuch verfügten, mussten auch sie bei ihrer IT-Notfallplanung nicht ganz von vorn beginnen. Wie in allen Unternehmen sind die meisten Daten bereits vorhanden – man muss nur einen Schritt weiter gehen, seine Kernprozesse definieren, sich über die Zusammenhänge der einzelnen Prozesse mit den IT-Systemen sowie deren Abhängigkeiten voneinander bewusst werden und alles zentral dokumentieren.

Nachdem sich Oetinger Aluminium für die Lösung entschieden hatte, wurde R. Bücker EDV-Beratung Datentechnik GmbH als Partner für die Umsetzung ausgewählt, und zusammen arbeiteten sie sich durch die acht Projektschritte der Software. Dabei bestand zunächst die Herausforderung, alle notfallkritischen Elemente der zwei Standorte Weißenhorn und Neu-Ulm zu identifizieren. Nach der Einteilung in Prozesse, Services, Basisservices sowie Ausfallszenarien wurden das Schadensausmaß sowie mögliche Folgeschäden betrachtet. Nachdem Oetinger mithilfe von R. Bücker EDV wichtige Dokumente (Lizenzen, Verträge, Handbücher usw.) in die Software aufgenommen und auch das Personal bestimmten Rollen zugewiesen hatte, war die IT an der Reihe. Die IT-Infrastruktur des Industrieunternehmens wurde aufgenommen, ihrem Standort zugeordnet und anschließend mit den unternehmenskritischen Prozessen verknüpft. An diesem Punkt erkannte das Team von Oetinger erst im Detail die Vielschichtigkeit der IT-Infrastruktur des Unternehmens, und es wurde deutlich, welche bedeutende Rolle die einzelnen Systeme für die Geschäftsprozesse spielen.

Sinne schärfen für den Notfall

Nachdem die IT-Abteilung mit R. Bücker EDV die acht Schritte durchlaufen hatte, war die betriebliche IT-Notfallplanung von Oetinger Aluminium einsatzbereit. Doch damit ist es im Arbeitsalltag nicht getan: Nur wenn das Tool zur regelmäßigen Dokumentation in die Unternehmenskultur und die täglichen Arbeitsabläufe integriert ist, kann gewährleistet werden, dass sich der Notfallplan immer auf dem aktuellen Stand befindet. Um die IT-Abteilung in ihrem Arbeitsalltag zu entlasten, entschied sich Oetinger zusätzlich für das Scan- und Importer-Tool INSCAN® aus der CONTECHNET-Suite. Die Lösung ermöglicht das Auslesen von Informationen der eingesetzten Hard- und Software im Unternehmen. Außerdem liefert es eine detaillierte Übersicht über die genaue Anzahl der PCs, Server und Netzwerksysteme. Da die Daten vollständig in INDART Professional® übertragen werden, unterstützt das Tool die Mitarbeiter gleichzeitig bei der fortlaufenden Datenpflege ihrer Notfallplanung.

Um den Schulungsaufwand zu minimieren und jedem Mitarbeiter seine entsprechenden Aufgaben anzeigen zu lassen, ohne direkten Zugriff auf die Software, wurde zusätzlich das Webmodul INFORWEB eingeführt. Hier können sich die Mitarbeiter mit persönlichen Zugangsdaten einloggen und sehen nur die für sie hinterlegten Aufgaben bzw. die Unternehmenswerte wie Prozesse, Personal oder Infrastruktur, für die sie verantwortlich sind. „Um die Funktionen der Software umfänglich nutzen zu können und Probleme zu vermeiden, hätten wir jeden unserer Mitarbeiter schulen müssen. Ich selbst beispielsweise habe mir gleich zu Beginn den Zugriff auf die Software gesperrt und nur durch den Support wieder schnell Zugriff erhalten. Solche Szenarien wollten wir uns zukünftig ersparen, und daher haben wir uns zusätzlich für das Webmodul entschieden“, erläutert Ralf Vögeli.

Trotz dieser Vorkehrungen gehen im täglichen Betrieb manche Dinge unter. Um die Sinne der Mitarbeiter zu schärfen, führt Oetinger ein- bis zweimal jährlich eine Notfallübung für den K-Fall durch. Dabei wird gleichzeitig natürlich auch das Notfallhandbuch auf seine Alltagstauglichkeit geprüft – denn sollte bei einer Übung etwas nicht funktionieren, können Ausfallzeiten angepasst und Prozesse weiter optimiert werden.

Fazit

Die softwarebasierte IT-Notfallplanung bietet Oetinger Aluminium die nötige Dokumentation und Handlungssicherheit im Ernstfall. Insbesondere für die IT-Mitarbeiter ist diese Lösung ein Hilfsmittel, um den Anforderungen eines kontinuierlichen, stabilen und performanten IT-Betriebs gerecht zu werden. „Das Projekt hat uns viel gebracht, da der Mehrwert nicht nur darin besteht, dass am Ende ein fertiges Notfallhandbuch zur Verfügung steht. Auch die gesamten Vorarbeiten, wie die Dokumentation und das Befassen mit den installierten Systemen, Wiederherstellungszeiten etc., haben uns dazu bewogen, unsere Prozesse im Detail auf den Prüfstand zu stellen“, fasst Ralf Vögeli das Projekt zusammen. Aufgrund der guten Erfahrungen in den bisherigen Bereichen plant Oetinger, das Notfallhandbuch in Zukunft auf weitere fertigungskritische Prozesse auszuweiten.