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Blackout - Wenn es wieder dunkel wird

Mehr als jemals zuvor befindet sich aktuell das Thema „Blackout“ in den Gedanken und Bewusstsein vieler. Ein Zusammenbruch der Stromversorgung – als Resultat der ausgebliebenen Gaslieferungen – wird auch von vielen behördlichen Instanzen, durch den steigenden Stromverbrauch, mehr und mehr als wahrscheinlicher angegeben.
Was genau bedeutet das, wie wahrscheinlich ist ein „Blackout“ wirklich und welche Auswirkung hätte es auf uns alle? Diese Fragen, werden wir im Folgenden beantworten.

Blackout - Wenn es wieder dunkel wird

Zunächst müssen wir zwischen drei Ereignissen unterscheiden: Stromausfall, Brownout und Blackout.

Bei einem Stromausfall handelt es sich um Spannungsabfall oder -ausfall des Netzes, welcher vorher nicht bekannt und somit unvorhersehbar ist. Stromausfälle sind meistens auf ein paar Stunden und regional begrenzt.

Ein Brownout wird in der Regel durchgeführt, um einen Blackout zu vermeiden. Bei einem Brownout werden Endverbraucher (Industrie und Privathaushalte) kontrolliert vom Stromnetz getrennt, damit ein Spannungsabfall im Netz abgefangen werden kann. Ziel ist es hierbei, dass es nicht zu einem vollständigen Zusammenbruch kommt. Hierbei werden die Verbraucher so lange vom Stromnetz getrennt, bis die Stromeinspeisung wieder gleichauf mit dem Stromverbrauch liegt. Diese Trennung vom Strom wird aber nicht angekündigt, wie das Wort „kontrolliert“ vermuten lassen könnte, sondern sie erfolgt in einem Notfall.
Damit einzelne Regionen nicht zu lange ohne Strom sind, erfolgt diese Methode meist als „rollierende Abschaltung“. Das bedeutet, dass nach wenigen Stunden die abgetrennten Stromkunden wieder angeschlossen werden, dafür aber andere Verbraucher vom Stromnetz getrennt werden. Dies geschieht so lange, bis der normale Stromfluss von 50 Hertz wieder erreicht wurde und alle Verbraucher wieder Zugang zum Strom haben.

Ein Blackout bezeichnet einen Spannungsabfall mit einem langanhaltenden, totalen Ausfall der Stromversorgung in einem großen regionalen, nationalen oder internationalen Bereich. Blackouts können nicht geplant oder vorhergesehen werden und gehen bisher mit Naturkatastrophen oder kleinen Ereignissen, die einen Schneeballeffekt nach sich ziehen, einher. Bedingt hierdurch können Millionen Menschen mehrere Stunden, bis hin zu Tagen oder Wochen ohne Strom sein. Auch die Industrie steht hier nicht außen vor.

Doch wie wahrscheinlich ist so ein Blackout wirklich?

Über die Jahre wurde das nationale Stromnetz zu einem europaweiten Stromnetz ausgebaut, um Spannungsschwankungen besser ausgleichen zu können. So können beispielsweise französische Kernkraftwerke mehr Strom einspeisen, wenn die deutschen Gaskraftwerke aufgrund von Gasmangel ausfallen, oder andersrum. Unter anderem wegen der ausbleibenden Gaslieferung haben die vier großen Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50 Hertz und TransnetBW sich in diesem Jahr einen großen Stresstest unterzogen.

Hierbei wurden diverse Szenarien und Umfänge von Blackouts in Betracht gezogen und analysiert. In allen Fällen wurde die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts als „äußerst unwahrscheinlich“ angegeben. Experten mahnen trotzdem zur Vorsicht – trotz relativ niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit, ist ein Blackout ihrer Einschätzung und Analyse nach nicht ausgeschlossen. Die Gefahr besteht immer.

Führende Experten in den Bereichen Energiesysteme und Energiewirtschaft beobachteten über die letzten Jahrzehnte ein Wachstum des Risikos für einen Blackout durch den stetig steigenden Stromverbrauch in der Gesellschaft und der Industrie.

Egal ob Stromausfall, Brownout oder Blackout, die Auswirkungen können bei längeren Ausfällen ökonomisch und sozial katastrophal sein. In allen Fällen kommt es zunächst zu einem Ausfall aller elektrisch betriebenen Geräte.
Hierbei spielen die Größe und der Verbrauch keine Rolle. Es trifft Toaster, Kühlschränke, PC‘s, genauso wie Server, Produktionsmaschinen und Pumpen. Akkubetriebene Geräte, wie Handys, Telefonstationen oder Akkuradios funktionieren weiterhin. Fließend Wasser gibt es auch noch.

Da es bei einem Stromausfall oder Brownout nicht zu langen Ausfallzeiten der elektrischen Energie kommt, endet hierfür die Auswirkung an dieser Stelle.

Die Lösung

Es gibt keine Lösungen, um einen Blackout zu verhindern, aber man sollte dennoch vorbereitet sein. Für Privatpersonen sieht dies einfacher aus, als für Unternehmen. Für ein Unternehmen bedeutet dies alle systemrelevanten Prozesse zu definieren und zu erfassen, eine Risikoanalyse durchzuführen und die Auswirkungen bei einem Ausfall dieser Prozesse zu ermitteln.
Bei der Erfassung und Bewertung von Prozessen hilft ein standardisiertes Vorgehen, um zu einem späteren Zeitpunkt vergleichbare Ergebnisse zu verzeichnen, auf denen aufgebaut werden kann. In der Software INDITOR® ist es möglich, Prozesse strukturiert zu erfassen und anhand einheitlicher Kriterien zu bewerten. Am Ende der Bewertungen sind die Auswirkungen auf alle Prozesse vergleichbar und die (Schutz-)Maßnahmen für Prozesse können entsprechend ihrer Ergebnisse aus der Risikobewertung priorisiert werden.

Damit im Falle eines Blackouts nicht sofort alle technischen Geräte ausfallen, sollten Unternehmen Maßnahmen für das kontrollierte Herunterfahren und die Aufrechterhaltung kritischer Prozesse installiert haben. Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderem die Einbindung von USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgungen), die Stromversorgung über mehrere Anbieter und der Betrieb von Netzersatzanlagen. Des Weiteren müssen Backup Routinen für alle Systeme eingerichtet und Wiederanlaufs- und Wiederherstellungsabläufe erstellt werden, am besten für alle Systeme und Prozesse, mindestens jedoch für notwendige Systeme und Prozesse, die für das Unternehmen relevant sind. Zusätzlich gilt es organisatorische Maßnahmen und Regelungen aufzubauen. Hierzu gehören die Bildung eines Krisenstabs mit entsprechenden Funktionen und Befugnissen, die Etablierung von Meldewegen und Alarmierungsketten und zugehörigen Rufbereitschaften sowie definierte Räume und Materialien für die Arbeit im Krisenstab.

Damit die Maßnahmen im Krisenfall greifen, müssen in der Regelorganisation entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Die Überprüfung von Abläufen und Materialien, die im Notfall genutzt werden sollen, muss fortlaufend sichergestellt werden, ansonsten kann es passieren, dass diese im Krisenfall nicht zur Verfügung stehen. Generell sollten die im Krisenfall relevanten Dokumente und Prozesse dokumentiert und fortwährend geschult, geübt und verbessert werden. Hierbei unterstützt unsere Software INDART Professional®.

 

Autor: Luca Jasinski, DSB der CONTECHNET Deutschland GmbH

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